Du lebst in einer Zeit, in der Angst zu einer der wichtigsten Triebkräfte des Handelns geworden ist. Es ist nicht die Liebe zu deinen Nächsten, nicht tiefe Weisheit und nicht innerer Frieden, die dich antreiben, sondern eben die Angst. Du fürchtest die Folgen, das Urteil anderer und den Verlust – und genau diese Ängste bestimmen viele deiner täglichen Entscheidungen. Doch hast du dich je gefragt, was diese ständige Bereitschaft zur Angst wirklich aus dir macht?
Von Kindheit an lernst du, dass Angst ein Signal zum Gehorsam ist. Verkehrsregeln, Schulordnungen, gesellschaftliche Normen – sie alle beruhen auf demselben Mechanismus: Wenn du eine Regel brichst, musst du mit schmerzhaften Folgen rechnen. Mit der Zeit läuft dieses Muster automatisch ab. Dein Verstand und deine Emotionen stellen sich so ein, dass sie von vornherein versuchen, alle auferlegten Regeln einzuhalten. Am Ende erweisen sich diese Regeln jedoch oft als eingebildet. Die Angst wird allmählich zu einem Wert an sich – zu einer Kraft, die alle Entscheidungen zu bestimmen beginnt.
Die Wissenschaft bestätigt: Emotionaler Stress kann von Generation zu Generation weitergegeben werden. Dies geschieht nicht nur über Erziehungsmuster, sondern auch auf biologischer Ebene. Deine Angst gehört also nicht nur dir, sondern du trägst auch das Echo der Angst deiner Vorfahren in dir. Das ist jedoch keine Anklage, sondern eine befreiende Erkenntnis. Denn was du nicht gewählt hast, kannst du bewusst verändern.
Demgegenüber folgt das Universum einer völlig anderen Logik. Seine Gesetze sind so präzise wie die Physik – und ebenso unpersönlich. Sie strafen nicht und rächen sich nicht, sondern geben stets zurück, was du ausgesendet hast. Alles, was du in die Welt sendest – sei es Wut, Ungeduld oder Neid –, kehrt zu dir zurück. Es kommt nicht als Rache zurück, sondern als Lektion, die einzig und allein dazu dient, deine inneren Muster zu wandeln.
Stell dir zum Beispiel jemanden vor, der keine Geduld mit den eigenen Kindern hat. Er schreit sie an und überschüttet sie mit negativen Emotionen. Gemäß den Gesetzen des Universums muss er sich genau dem stellen, was er ausgesendet hat. Vielleicht begegnet es ihm in Gestalt eines Vorgesetzten, der ihn anschreit und mit Konsequenzen droht. Oder es geschieht in einer künftigen Inkarnation: Er wird als Nachkomme jener Seelen geboren, die heute seine Kinder sind. Dann sind sie diejenigen, die keine Geduld mit ihm haben und ihn anschreien. So dreht sich der Teufelskreis von Inkarnation zu Inkarnation, bis jemand ihn bewusst durchbricht.
Der Mechanismus wirkt jedoch mit gleicher Kraft auch in die andere Richtung. Vielleicht sendest du den Menschen den Glauben an ihre Möglichkeiten und siehst sie als diejenigen, die ihre Schwierigkeiten bereits überwunden haben. Dann kehren Trost, Stärkung und Mut zum Handeln zu dir zurück. Alle, die gute Emotionen in die Welt senden, ernten immer mehr Gutes, Mut und Möglichkeiten.

Es gibt jedoch noch eine andere Art von Angst, die andere gezielt in dir wecken. Gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Systeme arbeiten seit Jahrhunderten nach demselben Schema. Sie säen Angst und verkaufen dann Schutz davor oder erlangen dadurch Gehorsam.
Es lohnt sich, diesen Unterschied zu erkennen. Auf der einen Seite steht die berechtigte Folge, die gemäß dem Gesetz von Ursache und Wirkung zurückkehrt. Auf der anderen Seite steht die Angst, die uns von denen übergestülpt wird, die uns lenken wollen.
Dabei geht es keineswegs darum, eine Revolution anzuzetteln. Die Geschichte der Revolutionen zeigt, dass äußerer Wandel ohne innere Transformation zu denselben oder schlimmeren Ergebnissen führt. Betrachte nur die Französische Revolution: Sie begann mit dem Ruf nach Freiheit und endete im Terror. Die wahre Arbeit geschieht in dir – in der Stille, in der Achtsamkeit, im immer genaueren Erkennen. Handle ich jetzt aus Liebe oder aus Angst?
In der Angst gibt es keine wahre Lebenskraft. Das ist keine poetische Metapher, sondern eine Beobachtung, die du an dir selbst überprüfen kannst. Je öfter du mit negativen Emotionen reagierst, desto häufiger widerfahren dir solche Situationen. Desto tiefer sinkst du dann auch in eine negative Schwingung. Und desto näher kommst du jenen Sphären, in denen sich Wesen aufhalten, die in tiefe Finsternis versunken sind.
Damit sind die Seelen von Menschen gemeint, die nach dem physischen Tod nicht in die höheren Regionen der Emotionalwelten übergegangen sind. Der Grund dafür ist, dass sie zu Lebzeiten gelernt haben, automatisch unter dem Einfluss der Angst zu handeln, ohne sich ihrer eigenen Emotionen bewusst zu werden. Sie verharren dort, wo ihre Schwingung stehen geblieben ist, und suchen unter den Lebenden nach verwandten Schwingungen.
Die wunderbare Nachricht ist, dass das Bewusstsein allein bereits der erste Schritt ist. Zu wissen, dass ich in Angst lebe, ist kein Grund zur Scham. Es ist ein Ausgangspunkt, von dem aus ich erkennen kann, wie sich dieser Teufelskreis durchbrechen lässt.
Der Schlüssel liegt im ständigen Beobachten der eigenen Emotionen. So sende ich sie nicht nach außen aus und richte sie nicht gegen mich selbst. Denn negative Emotionen, die gegen dich selbst gerichtet sind – wie Schuldgefühle oder Selbstverurteilung –, wirken genauso zerstörerisch wie jene, die sich gegen andere richten. Es geht nicht darum, Emotionen zu unterdrücken, sondern darum, nicht unter ihrem Einfluss zu handeln. Das ist der schwierigste Teil dieser Arbeit, besonders am Anfang. Doch mit jedem Moment bewusster Beobachtung und mit jeder automatischen Reaktion, die du unterbrichst, baust du eine neue Antwort auf alte Reize auf. Die Wissenschaft bestätigt, dass das Gehirn ein Leben lang zur Veränderung fähig ist – Wandel ist möglich.
Unsere Organisation hilft Menschen seit Jahrzehnten dabei, sich von Geistern zu befreien, die sich an sie geheftet haben. Das ist eine reale Hilfe, deren Wirkung sich beobachten lässt. Unser eigentliches Ziel geht jedoch tiefer: Es geht nicht darum, immer wieder Geister hinüberzuführen, sondern darum, die Quelle der Anziehung in dir abzuschalten. Denn solange du die Schwingung der Angst aussendest, ziehst du Wesen an, die in der Angst verharren.
Denk daran: Du bestehst aus Licht. Du bist aus dem Licht gekommen und dieses Licht hat dich erschaffen. Die Negativität, die du in dir trägst, widerspricht deinem innersten Wesen. Du hast dich in sie gehüllt, aber das bist nicht du. Wahrheit, Liebe und Glückseligkeit findest du nur, wenn du immer mehr von dem abschaltest, was dich nach unten zieht – Schritt für Schritt, Emotion für Emotion, bis zur vollständigen Befreiung.
Fragen oder Kommentare? Senden Sie eine Mail an: info@WandaPratnicka.de
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
1. Mehr Infos über die Symptome der Besetzung finden sich hier:
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