Angst und Besetzung

Angst und Besetzung: die heimliche Herrschaft der Furcht


 

Die Angst ist eine der grundlegendsten Emotionen, die wir kennen. In ihrer ursprünglichen Form ist sie ein Geschenk, ein Warnsignal, die Stimme des Körpers, die sagt: „Sei wachsam!” Es gibt jedoch auch etwas, das man mit der Angst weit häufiger tut. Darüber lohnt es sich zu sprechen.

 

Wenn die Angst aufhört zu schützen und beginnt zu fesseln

Ein Mensch, der sich im Zustand der Angst befindet, verliert die Fähigkeit zu rationalem Denken. Der Teil von uns, der analysiert, Argumente abwägt und nach Nuancen sucht, schaltet sich buchstäblich ab, wenn der Körper in den Bedrohungsmodus wechselt. Es bleiben nur die Reflexe: kämpfen, fliehen, erstarren, unterwerfen.

In diesem Zustand sind wir anfällig. Wir wollen jemanden, der uns sagt, was zu tun ist. Jemanden, der es weiß.

Und hier beginnt eine Geschichte, so alt wie die Welt. Der Mechanismus ist immer ähnlich: Zunächst wird eine Bedrohung aufgezeigt – real oder übertrieben ist dabei unwichtig –, wichtig ist nur, dass sie in der Vorstellung lebendig ist. Dann wird ein Gefühl der Ohnmacht geweckt: Allein schaffst du es nicht, du bist zu schwach, du weißt zu wenig. Und erst dann erscheint der Retter – eine Partei, ein Anführer, eine Institution oder eine Bewegung – mit der fertigen Antwort: Nur bei uns bist du sicher!

Dieses Dreieck wiederholt sich in der Geschichte mit erstaunlicher Regelmäßigkeit. Das liegt nicht daran, dass alle, die es anwenden, von Natur aus Manipulatoren sind, sondern daran, dass es funktioniert. Ein verängstigter Mensch ist gehorsam, diszipliniert und vorhersehbar. Leider ist unsere Welt deshalb immer noch eine Art Brutstätte der Angst. Die meisten Dinge in ihr sind so eingerichtet, dass sich die Angst immer weiter ausbreiten kann. Dies ist keine Verschwörungstheorie. Es ist einfach ein System, das wir als Menschheit seit unvordenklichen Zeiten selbst erschaffen haben.

 

Manipulation

 

Das kollektive Reservoir der Angst

Hier gelangen wir zu einer Dimension, über die selten gesprochen wird.

Jede negative Emotion – sei es Wut, Zorn oder Hass – ist ein Abkömmling der Angst. Sie alle sammeln sich seit Anbeginn der Zeit in den niedrigsten emotionalen Schichten der kollektiven Menschheit an. Jede Angst, die je ein Mensch erlebt hat, setzt sich dort wie Sediment ab und bildet ein riesiges, kollektives Reservoir. Wenn wir uns fürchten, verbinden wir uns mit diesem Reservoir. Die Folge ist, dass wir noch weniger rational denken, uns noch ohnmächtiger fühlen und der Angst folgen – im Kreis, ohne Ausweg.

Außerdem begegnen wir überall dort, wo die physische Wirklichkeit endet und die immaterielle beginnt, eben diesen niedrigsten emotionalen Schichten. Hier treffen wir auf Wesen - Geistern von Verstorbenen - die aus Angst, Wut, Hass und vielen anderen Gründen – allesamt im Bestseller „Von Geistern besessen” beschrieben – nicht den Mut fanden, nach dem Tod ins Jenseits zu gehen. Sie blieben bei der Materialität, eingetaucht in diese Welt der negativsten Emotionen.

Sie sind nicht besonders boshaft oder durchtrieben. Sie manipulieren nicht berechnend, sondern sind einfach die Emotion, die sie umgibt. Angst, Wut, Hass, Eifersucht, Neid usw. sind ihre einzige Realität, die Luft, die sie atmen.

Und wenn wir uns fürchten – was häufig der Fall ist, ohne dass wir uns dessen bewusst sind – werden wir für diese Wesen magnetisch. Unsere Angst schwingt mit ihrer Angst mit. Da wir keinen Unterschied zwischen unserer eigenen Emotion und ihrer riesigen, kollektiven Emotion erkennen, können sie uns in Momenten besonders starker Angst sehr leicht anziehen. Das ist keine Metapher. Es ist ein Phänomen, das wir in unserer Arbeit seit Jahrzehnten beobachten.

 

Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst

Es lohnt sich, eine wichtige Sache zu sagen, denn sie wird oft missverstanden: Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst.

Ein mutiger Mensch ist kein Mensch, der sich nicht fürchtet. Auch er fürchtet sich. Aber er hat seinen Geist so weit gemeistert, dass er sich selbst kennt. Er weiß, dass Angst in ihm aufsteigt, und lässt nicht zu, dass sie über ein gewisses Maß hinauswächst. Denn wenn die Angst dieses Maß überschreitet, hören wir auf zu denken und verbinden uns – meist über Geister – mit jenem riesigen, kollektiven Reservoir, das uns benebelt und ohnmächtig macht.

Weiser Umgang mit der eigenen Angst bedeutet nicht, sie zu unterdrücken oder so zu tun, als gäbe es sie nicht. Es bedeutet, sie bewusst wahrzunehmen und ihr keine Macht zu geben.

 

Der Weg hinaus

Aus diesem verwunschenen Kreis können nur jene heraustreten, die ihr eigenes Denken und ihre eigene Emotionalität meistern. Das lässt sich auf verschiedene Weise erreichen, am besten mit einfachen Konzentrations- und Meditationspraktiken. Aber man muss es tun. Regelmäßig und konsequent. Andernfalls bleiben wir Sklaven des Systems der Angst.

Und das entspricht nicht der wahren Bestimmung des Menschen.

Die Bestimmung des Menschen ist ein Leben in Freiheit, insbesondere frei von Angst, denn unser göttlicher Teil, der Gottesfunke, der in jedem von uns steckt, kennt dieses Gefühl nicht. Angst ist ein zutiefst menschliches Gefühl, verbunden mit dem Körper, dem Überleben und dem Ego. Somit steht sie nicht im Einklang mit dem, was wir in unserem tiefsten Wesen sind.

Wir helfen in Fällen, in denen ein Mensch von Geistern besetzt ist – wir führen sie fort. Doch der Eingriff allein reicht manchmal nicht aus, wenn sich im Inneren nichts verändert. Wenn der innere Raum des Menschen weiterhin von Angst erfüllt bleibt, kann sich die Anziehung von Geistern nämlich wiederholen.

Deshalb gehen in unserer täglichen Arbeit zwei Elemente Hand in Hand: die Befreiung von ungewollten Einflüssen und die Unterstützung beim Aufbau des inneren Bewusstseins auf emotionaler und mentaler Ebene. Das führt zur Freiheit von Angst und jeder anderen negativen Emotion.

Wenn du das nächste Mal eine Welle der Unruhe spürst, dann halte inne. Atme bewusst ein. Frage dich:

Woher weiß ich, dass das, wovor ich mich fürchte, wahr ist? Wer hat mir das gezeigt? Was gewinnt derjenige, der will, dass ich mich fürchte?

Diese Fragen garantieren keine Antworten. Aber sie öffnen einen Raum. Und Raum – das ist bereits Freiheit.

  

 

Fragen oder Kommentare? Senden Sie eine Mail an: info@WandaPratnicka.de

 

 

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:

 

1. Mehr Infos über die Symptome der Besetzung finden sich hier:

SYMPTOME

2. Wie kann ich überprüfen, dass ich oder meine Nächsten mit Besetzung zu tun haben? Klicken Sie:

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3. Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie wir Geister fortleiten? Klicken Sie:

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