Perfektionismus und Heimsuchung

Kann Perfektionismus zur Heimsuchung werden?


 

Wir leben in einer Zeit, die uns unaufhörlich dazu ermutigt, die beste Version unserer selbst zu sein. Die sozialen Medien sind voll von sorgfältig ausgewählten Bildern des idealen Lebens und die Realität um uns herum hebt die Messlatte der Erwartungen beständig an. In diesem Kontext erscheint Perfektionismus als eine natürliche Reaktion auf unsere Welt. Doch führt das Streben nach Vollkommenheit wirklich zur Erfüllung, oder wird es zur Falle, aus der man sich kaum befreien kann?

 

Zwei Gesichter des Perfektionismus

Perfektionismus hat zwei Gesichter. Das eine Gesicht gehört Menschen, die hohe Ansprüche an sich selbst stellen und dabei eine gesunde Distanz zu eigenen Fehlern bewahren. Ein solcher Mensch schöpft Freude aus dem Streben nach Verbesserung und betrachtet Fehler als natürlichen Teil des Weges. Er erfreut sich am Prozess selbst, nicht nur am Endergebnis.

Das zweite Gesicht des Perfektionismus ist weit düsterer. Es gehört Menschen, die in ständiger Angst vor dem Scheitern leben und deren Selbstwertgefühl ausschließlich von erzielten Ergebnissen abhängt. Jeder Fehler wird zur Katastrophe und jede Unvollkommenheit zum Beweis der eigenen Unzulänglichkeit. Diese Art von Perfektionismus verwandelt das Leben in einen unablässigen Kampf gegen sich selbst.

 

Woher kommt der Perfektionismus?

Seine Wurzeln reichen oft bis in die Kindheit. Viele Menschen wachsen in Familien auf, in denen Liebe und Akzeptanz von Leistungen abhängig sind. Ein Kind, das Lob ausschließlich für makellose Ergebnisse erhält, lernt, dass sein Wert an äußeren Erfolgen gemessen wird. Es trägt diese Last ein Leben lang.

Auch die Sensibilität spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Es gibt Menschen, die alles intensiver erleben – sowohl Erfolge als auch Misserfolge. Für sie schmerzt jeder Fehltritt stärker und jede Kritik trifft tiefer. Die heutige Welt verschlimmert diese Situation noch, indem sie uns mit der Botschaft bombardiert, dass wir immer schlanker, reicher, produktiver und besser sein könnten.

 

Die Leiden des Perfektionisten

Ein Leben im Schatten des Perfektionismus ist ein Leben in ständiger Anspannung. Der Perfektionist erwacht morgens mit einer Liste zu erledigender Dinge und legt sich abends mit dem Gefühl schlafen, es wieder nicht geschafft zu haben. Selbst wenn er Erfolg hat, währt die Freude nur kurz, denn sofort taucht der Gedanke an die nächste Herausforderung auf, die es zu bewältigen gilt.

Es ist ein Leben in ständiger Angst. Angst vor der Beurteilung durch andere, Angst vor dem Scheitern, Angst davor, die eigene Unvollkommenheit zu enthüllen. Perfektionisten spielen oft Rollen: Sie zeigen der Welt eine polierte Version ihrer selbst, während im Inneren ein unablässiger Kampf mit dem inneren Kritiker tobt, der niemals zufrieden ist.

 

Gefühl der Angst

 

Paradoxerweise führt das Streben nach perfekten Ergebnissen häufig zur Lähmung. Perfektionisten können stundenlang Details optimieren und dabei das große Ganze aus den Augen verlieren. Die Angst vor Bewertung führt dazu, dass sie Aufgaben aufschieben oder neue Herausforderungen gar nicht erst angehen. Besser gar nicht erst versuchen, als zu versuchen und zu scheitern.

Auch der Körper zahlt einen Preis. Schlaflosigkeit, Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, Kopfschmerzen und Magenprobleme sind treue Begleiter des Perfektionismus. Geist und Körper bilden eine Einheit: Leidet das eine, antwortet das andere mit demselben.

 

Beziehungen – das Gift, das auf andere ausgeschüttet wird

Der Perfektionist dehnt seine unrealistischen Erwartungen oft auf andere Menschen aus. Ein Partner, der niemals den Ansprüchen genügt. Ein Kind, das den Vorstellungen nicht gerecht wird. Ein Kollege, der Fehler macht. Der perfektionistische Blick kann jede Beziehung vergiften und Nähe in eine unablässige Enttäuschung verwandeln.

Das Tragischste ist jedoch, dass der Perfektionist Liebe und Akzeptanz oft nicht annehmen kann, wenn sie ihm angeboten werden. Tief im Inneren glaubt er, dass andere, wenn sie ihn wirklich kennenlernen würden, seine Mängel erkennen und ihn verlassen würden. Deshalb hält er Menschen auf Distanz und versteckt sich hinter der Maske der Vollkommenheit. Die Einsamkeit wird so zum Preis für eine Illusion.

 

Unsichtbare Gäste – die spirituelle Dimension der Angst

Wenn du bei dir Züge des Perfektionismus bemerkst, die in Richtung Angst gehen, musst du vorsichtig sein. Wenn du über längere Zeit negative Emotionen zulässt, werden sie sich in dir festigen. Sie werden zur Gewohnheit und wenn das geschieht, betrittst du gefährliches Terrain.

Es geht um Wesen, die in emotionalen Welten wohnen: Geister von Menschen, die ihren physischen Körper verloren haben, aber nicht in der Lage waren, ins Licht zu gehen. In ihrem Fall war die Ursache eben die Angst. Gefesselt an die Gewohnheit der Angst konnten sie sich nicht zu höheren Schwingungen erheben. Sie bleiben in der Nähe der physischen Welt und treten nicht selten mit Menschen in Kontakt, die ähnliche Eigenschaften haben wie sie.

Wenn du unachtsam mit deinem Leben umgehst, gehst du so ein Risiko ein. Ein solcher Geist kann sich an dich heften, manchmal sogar für ein ganzes Leben. Wenn du ein Wesen bei dir hast, das stark von Angst durchdrungen ist, wirst du diese Angst übernehmen. Das verursacht emotionales Leid – und nicht nur das.

Wenn sich der Zustand der Heimsuchung festigt, wirst du einen Exorzismus benötigen, um die Geister von dir zu wegzuleiten. Denke jedoch nicht, dass damit die Sache allein erledigt ist. Du musst unbedingt die Gewohnheit ändern, deinen Emotionen unbewusst zu begegnen. Das erfordert manchmal sehr viel Arbeit, ist aber die einzige Lösung, um sich davon zu befreien, die Geister Verstorbener anzuziehen.

 

Der Weg hinaus: Bewusstsein als Schutzschild

Die beste Lösung ist, sich seiner selbst bewusst zu sein. Wenn du noch nicht vollständig bewusst bist, musst du ununterbrochen auf deine eigenen Emotionen und Gedanken achten. Vor allem auf die Emotionen, denn an ihnen wirst du erkennen, wohin deine Gedanken wandern.

Die Transformation eines destruktiven Perfektionismus erfordert Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Du musst die Momente bemerken, in denen dein innerer Kritiker besonders grausam wird. Seine kategorischen Urteile in Frage zu stellen. Musst du wirklich perfekt sein, um Respekt zu verdienen? Macht ein einziger Fehler wirklich alles zunichte?

Entscheidend ist eine Veränderung der Einstellung zu Fehlern. Anstatt sie als Beweis des Scheiterns zu sehen, kannst du sie als natürlichen Teil des Weges betrachten. Jeder, der etwas Wertvolles erreicht hat, ist auf dem Weg unzählige Male gestolpert.

Wahre Tapferkeit besteht nicht darin, perfekt zu sein. Sie besteht darin, sich der Welt so zu zeigen, wie man ist – mit all seinen Unvollkommenheiten, Zweifeln und Schwächen. Denn paradoxerweise sind es gerade diese Risse, die uns wahrhaft menschlich machen.

Durch sie kann das Licht hereinfallen. Deine Seele wurde erschaffen, um zu wachsen, nicht, um von Anfang an vollkommen zu sein.

 

 

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