Vielleicht hast du schon oft das Wort „Karma” gehört. Es steht für die Belohnung guter Taten und die Bestrafung schlechter Taten. Als Gerechtigkeit des Universums. Doch was wäre, wenn Karma viel tiefer wirken würde, als du denkst? Was, wenn es nicht nur die Ereignisse deines Lebens, sondern vor allem deine Emotionen prägt?
In den uralten yogischen Lehren bedeutet Karma schlicht „Handlung”. Jede Tat, jeder Gedanke, jedes Gefühl und jedes Wort setzt eine Kette von Ursachen in Bewegung. Diese Kette muss irgendwann Früchte tragen. Nicht, weil dich jemand beobachtet und Notizen macht. Sondern einfach, weil jede in Bewegung gesetzte Energie zu ihrer Quelle zurückkehren muss.
Karma wirkt wie ein Naturgesetz – so sicher wie die Schwerkraft. Ohne Zorn, ohne Mitleid, ohne Ausnahmen.
Die alten Yogameister unterschieden drei Ebenen von Karma. Die erste ist der gewaltige Schatz aller Taten aus früheren Inkarnationen, das gesamte Erbe deiner Seele. Die zweite Ebene ist das „reife” Karma, das gerade jetzt wirkt. Es bestimmt, in welche Familie du geboren wirst, welchen Körper du bewohnst und welche großen Prüfungen du durchleben wirst. Die Meister verglichen es mit einem Pfeil, der den Bogen bereits verlassen hat – man kann ihn nicht mehr zurückholen, man kann nur seinen Flug mit Würde annehmen.
Die dritte Ebene ist das in diesem Moment entstehende Karma. Jeder bewusste Augenblick der Entscheidung ist ein Moment, in dem du dein eigenes Schicksal schreibst.

Und damit kommen wir zum Kern der Sache. Karma bringt längst vergessene Gefühle zurück. Sie stammen aus deiner Vergangenheit, aus Inkarnationen, an die du dich nicht erinnerst. Es kann sein, dass du damals unter dem Einfluss negativer Schwingungen gehandelt hast. Jetzt kehren diese Schwingungen in Form konkreter Situationen, Menschen und innerer Zustände zurück.
Nicht, um dich zu bestrafen. Sondern damit du die Gelegenheit hast, dich dem zu stellen, was du einst in dir zugelassen hast. Das Universum ist ungemein präzise. Es bringt dir genau das, was du sehen musst.
Negative Emotionen erzeugen destruktives Karma. Positive Gefühle hingegen erzeugen Karma, das die Tür zu dem öffnet, was du wirklich willst. Doch Vorsicht: Als Menschheit neigen wir auf dieser Entwicklungsstufe eher zu negativen als zu positiven Gefühlen. Zorn ist schneller als Ruhe. Neid ist schneller als Freude über das Glück eines anderen. Angst ist schneller als Vertrauen.
Du durchlebst bestimmte Gefühle und wirst dabei gewissermaßen geprüft. Lässt du dich erneut auf die negative Schwingung ein und verstärkst sie? Oder entscheidest du dich, sie abzubauen?
Wenn du dich für den Abbau entscheidest, musst du durch die Tiefe des Negativen hindurchgehen. Nicht, um darin steckenzubleiben, sondern um den Schatz deiner Vergangenheit freizusetzen. Erneuern. Loslassen.
Der beste Weg ist, nicht auf das negative Gefühl zu reagieren. Nicht unterdrücken. Es geht nicht darum, so zu tun, als wäre es nicht da. Sondern es bewusst wahrzunehmen und sich zu weigern, an dieser Schwingung teilzunehmen.
Es gibt etwas, worüber die uralten Lehren seltener sprechen, das aber enorm wichtig ist. Wenn du ein negatives emotionales Muster wiederholst, wenn Zorn, Eifersucht oder Angst zu deinem ständigen Begleiter werden, dann lässt das Universum eine Konstellation zu, in der sich dir Wesen nähern können, die ihren physischen Körper verloren haben. Es sind Seelen, die nach dem Tod nicht in die höheren Sphären des Lichts gegangen sind, sondern in der Nähe der physischen Welt geblieben sind.
Solche Geister halten sich in den untersten Ebenen der Astralwelt auf, die über der physischen Welt liegt. Dort sammeln sich die schwärzesten menschlichen Emotionen. Dort werden sie zu verkörperter Wut, Eifersucht und Angst. Wenn du dich beständig einer solchen Schwingung hingibst, kommen sie. Sie strahlen dieses Gemütszustand mit einer Kraft aus, die um ein Vielfaches stärker ist als deine eigene. Plötzlich verlierst du die Kontrolle über dich selbst. Du verlierst auch Energie, denn die Geister nehmen sie dir. Du beginnst auf eine Weise zu leiden, die weit über das hinausgeht, was die Situation allein hervorrufen könnte.
Es gibt eine Gruppe von Menschen, die bereit ist, negative Gefühle vollständig abzulegen. Sie sind bereit zu sagen: „Genug!” Ich will nicht mehr leiden.
Das klingt einfach. Und doch schaffen es nur wenige. Nicht, weil es ihnen an gutem Willen fehlt. Sondern weil tiefe karmische Tendenzen viel tiefer sitzen als auf der Ebene der Persönlichkeit – sie reichen bis in die Tiefe der Seele selbst.
Deshalb hat der Weg eine bestimmte Reihenfolge. Zunächst musst du verstehen, dass du nicht mehr leiden willst. Dann erkennst du, dass Geister kein erfundenes Konzept sind, um kleine Kinder zu erschrecken, sondern dass sie wirklich existieren und deinen Zustand beeinflussen. Danach befreien wir dich von ihrer Anwesenheit und zeigen dir, wie du sie nicht mehr an dich heranlässt. Wir helfen dir dabei. Erst dann beginnt sich die tiefe Psyche deiner Seele zu erneuern. Karma wird korrigiert. Die Lasten, die du vielleicht seit Jahrhunderten getragen hast, werden zunehmend leichter.
Deine Seele ist nicht hierhergekommen, um im Leiden zu verharren. Sie ist gekommen, um sich zu erneuern. Jeder Moment, in dem du dich bewusst weigerst, negative Schwingungen anzunehmen, ist ein Schritt hin zu der Freiheit, für die du geschaffen wurdest.
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