Spirituelle Entwicklung und Heimsuchung

Wie entwickelt man sich spirituell, ohne das Risiko einer Heimsuchung?


 

Die spirituelle Entwicklung ist ein natürlicher Prozess, bei dem der Mensch nach und nach immer tiefere Schichten seines Bewusstseins entdeckt. Er beginnt zu verstehen, dass das Leben mehr Dimensionen hat als nur das, was wir im Alltag sehen. Dieser Prozess verläuft in mehreren Phasen. Nicht jeder ist jedoch bereit, in diese tieferen Gewässer einzutauchen – und hier verbirgt sich die erste Gefahr.

 

Drei Phasen der spirituellen Entwicklung

Die erste Phase ist das „spirituelle Erwachen“, wenn der Mensch zu spüren beginnt, dass etwas Wichtiges in seinem Leben fehlt. Obwohl auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein scheint – er hat Arbeit, Familie, ein Zuhause – fühlt er innerlich eine Leere. Es tauchen Fragen auf: „Warum bin ich hier?“, „Hat das alles einen Sinn?“, „Was kommt nach dem Tod?“ Das ist natürlich und gesund, kann aber für manche Menschen zur Obsession werden, die zur Vernachlässigung alltäglicher Pflichten und Verantwortungen führt.

In der zweiten Phase beginnt der Mensch aktiv nach Antworten zu suchen. Der Mensch beginnt Bücher über Spiritualität zu lesen, besucht Meditationskurse und experimentiert mit verschiedenen Praktiken. Er erfährt von Begriffen wie Karma oder Reinkarnation und plötzlich fügt sich alles zu einem neuen, größeren Ganzen zusammen. Das Problem ist, dass man in dieser Phase leicht in die Falle des „spirituellen Konsumismus“ tappen kann, also von einer Praxis zur anderen zu springen, um schnelle Ergebnisse oder außergewöhnliche Erfahrungen zu erzielen.

In der dritten Phase geht es um die Arbeit an sich selbst: negative Denk- und Verhaltensmuster sollen eliminiert, Mitgefühl entwickelt und die Kontrolle über die Emotionen erlangt werden. Dies ist eine schwierige Zeit, die viel Geduld und Disziplin erfordert. Leider nutzen manche Menschen Spiritualität als Flucht vor Lebensproblemen, anstatt diese zu lösen. Sie arbeiten nicht an echten Veränderungen, sondern versinken in Fantasien, „erleuchtet” oder „auserwählt” zu sein.

 

Der Einfluss der New-Age-Bewegungen

Die New-Age-Bewegungen, die sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben, haben dazu beigetragen, dass Spiritualität für gewöhnliche Menschen zugänglicher geworden ist. Das hat seine Vorteile, aber auch ernsthafte Nachteile. Einerseits können mehr Menschen von Meditationspraktiken oder alternativen Therapien profitieren. Andererseits begeben sich Menschen ohne traditionelle Strukturen und langjährige Vorbereitung oft in zu tiefe Gewässer, ohne die entsprechende Ausrüstung.

Die zeitgenössische Spiritualität gleicht oft einem Supermarkt: Jeder kann wählen, was ihm gefällt, und Buddhismus mit Reiki, Schamanismus mit Regressionsmethode und Astrologie mit Quantenphysik mischen. Obwohl Vielfalt an sich nicht schlecht ist, kann eine solche Mischung und das fehlende Verständnis dafür, was Schamanismus beispielsweise ist und was die Regressionsmethode, zur spirituellen Verwirrung führen.

 

Schamanismus

 

Ein großes Problem ist die Nutzung unterschiedlicher Richtungen der spirituellen Entwicklung. Die Teilnahme an Sitzungen wie Regression oder Reiki kann sich sehr stark auf unsere Psyche auswirken. So ist es beispielsweise möglich, nach dem Ausprobieren der Regressionsmethode einen Blick in eine frühere Inkarnation zu werfen. Unser Unterbewusstsein zeigt uns dabei jedoch nur die emotionalsten Momente, meist diejenigen, die mit sehr traumatischen, negativen Erlebnissen verbunden sind. Die Last dieser Erinnerungen kann enorm sein und uns bis zum Ende unseres Lebens belasten.

Ein weiteres Problem ist der „spirituelle Hochmut“, also die Überzeugung, dass sich das Interesse an Esoterik positiv auf die eigene Persönlichkeit auswirkt. Menschen in den Anfangsphasen der spirituellen Entwicklung können für ihre Umgebung unerträglich sein, indem sie „Messianismus” praktizieren und versuchen, alle um sich herum zu bekehren, oder sich über diejenigen erheben, die „noch nicht verstehen”. Dies kann zur sozialen Isolation und zum Verlust wichtiger Beziehungen führen.

 

Risiken im Zusammenhang mit Channeling

Besonders gefährlich kann das vorzeitige Öffnen für „Channeling” oder andere Formen der Kommunikation mit anderen Dimensionen sein. Ohne entsprechende Vorbereitung und Schutz setzen sich Menschen, die solche Praktiken ausüben, fast immer dem Einfluss destruktiver Kräfte aus. Dazu gehören beispielsweise die Geister Verstorbener, die nur darauf warten, die sich spirituell entwickelnde Person zu „erleuchten”. Auf diese Weise finden sie eine stetige Energiequelle, die sie zum Leben benötigen. Für den Geist wird eine solche Verbindung äußerst wichtig und seine Motivation, den Menschen immer stärker an sich zu binden, verstärkt sich mit der Zeit immer mehr.

Eine solche Verbindung führt stets zur Zerstörung und verursacht sowohl beim besetzenden Geist als auch beim Menschen Leiden. Eine Besetzung durch Geister hat in der Regel einen dauerhaften Charakter. Nur in manchen Fällen bleiben die Geister außerhalb des physischen Körpers und manipulieren „lediglich” den Emotionalkörper des Menschen. Dann jedoch spürt er ihren Einfluss am stärksten, was ihn emotional instabil macht. Selbst ein solcher „äußerer” Einfluss erfordert einen Läuterungsprozess. Wenn es nämlich bereits zum Austausch von Emotionen und Gedanken zwischen Mensch und Geist kommt, dann ist diese Verbindung so stark, dass sie nur in einem langwierigen Läuterungsprozess unterbrochen werden kann.

 

Der wahre Wert der spirituellen Entwicklung

Das bedeutet jedoch nicht, dass die spirituelle Entwicklung an sich schlecht oder gefährlich ist. Im Gegenteil – sie kann enorme Vorteile bringen: größeren inneren Frieden, ein höheres Maß an Empathie und Mitgefühl, ein besseres Verständnis von sich selbst und anderen sowie ein Gefühl des Lebenssinns. Entscheidend ist jedoch ein verantwortungsvoller Ansatz: das schrittweise Einführen von Praktiken, die Suche nach Unterstützung bei erfahrenen und empathischen Lehrern, das Bewahren von gesundem Menschenverstand sowie das Nicht-Abbrechen des Kontakts mit der alltäglichen Realität. Die beste Methode ist das selbstständige Studium uralter Weisheiten, um zu verstehen, welchen Pfad man in früheren Inkarnationen beschritten hat. Die Fortsetzung dieses Weges garantiert den schnellsten spirituellen Fortschritt.

Die moderne Welt bietet unzählige Möglichkeiten zur spirituellen Entwicklung, aber damit gehen auch neue Herausforderungen und Fallen einher. Die Kunst besteht darin, diese Möglichkeiten ausgewogen zu nutzen und dabei eine gesunde Distanz sowie kritisches Denken zu bewahren.

 

Fragen oder Kommentare? Senden Sie eine Mail an: info@WandaPratnicka.de

 

 

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:

 

1. Mehr Infos über die Symptome der Besetzung finden sich hier:

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