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Was tun, wenn uns ein Geist heimsuchen will?


20 November 2022

 

Wir müssen stets daran denken, dass Geister nicht die Macht haben, einen Menschen heimzusuchen oder zu manipulieren, wenn dieser Mensch keine Geister anziehende Kraft besitzt. In der Emotionalwelt kommt es nur dann zur Begegnung zweier Seelen, wenn das Gesetz der Anziehung in Aktion tritt. Wenn ich mich also im täglichen Leben oft ärgere, dann ziehe ich zornige Geister an. Wenn ich eifersüchtig bin, ziehe ich Geister an, die zu Lebzeiten eifersüchtig waren. Es ist ausgeschlossen, dass irgendein Geist, vielleicht sogar ein sehr starker, dessen psychische Kraft unsere eigene übertrifft, uns nur deshalb beeinflussen kann, weil er einen solchen Entschluss gefasst hat, um uns bspw. Energie zu entziehen. Er kann sich uns nur dann nähern, wenn wir eine Emotion haben, die auch er besitzt.

Zuweilen ziehen wir Geister früherer Bezugspersonen an. Sie haben nicht unbedingt dieselben emotionalen Eigenschaften wie wir. So haben wir bspw. eine verstorbene Tante, die sagen wir mal zu Lebzeiten Alkoholikerin war. Dann kann es passieren, dass auch wir einen Hang zum Alkohol entwickeln oder wir beginnen, uns völlig fremde Emotionen unserer Tante an den Tag zu legen. Hier jedoch besteht die Anziehungskraft in der emotionalen Nähe zwischen uns und unserer Tante, die zu ihren Lebzeiten entstanden war. Vielleicht hatte sich die Tante in unserer Kindheit um uns gekümmert und wir hatten sie sehr lieb gewonnen. Jetzt kann der Wunsch nach Nähe zu jemandem, der uns Liebe entgegengebracht hat, uns von der Heimsuchung stammendes Leiden bringen. Das Problem ist hier natürlich nicht die Liebe, sondern unser Wunsch nach Liebe von außen. Wir müssen lieben – vor allem uns selbst–, um auf der sicheren Seite zu sein. Hier geht es absolut nicht um egoistische, narzisstische Liebe nach dem Grundsatz – zuerst ich und nur ich bin wichtig –, sondern uns selbst zu lieben wie wir sind, uns für nichts zu verurteilen, was in der Vergangenheit geschehen ist, es geht hier um eine Form der Sympathie uns selbst gegenüber, darum, dass wir uns in unserer Haut wohl fühlen. Zusammenfassend merken wir uns, dass kein Geist zu uns kommen kann, der nicht irgendeine emotionale Bindung an uns hat.

Von Personen, die sich im Läuterungsprozess befinden werden täglich, nicht selten mehrmals täglich Geister weggeführt. Daher wird es Momente geben, in denen sie frei von Geistern sein werden. Dann kehren die Geister in der Regel wieder zu ihnen zurück (meistens am Anfang des Prozesses). Hier ist es wichtig, dass wir an einige Regeln denken, insbesondere in der ersten Zeit der Läuterung. Wenn die Geister weg sind, fühlen wir uns gut. Wir müssen uns dann sagen: „Das ist der Normalzustand, so soll es immer sein.“ Wenn die Geister beginnen zurückzukehren, fühlen wir uns immer schlechter. Der wiederkehrende Geist sucht uns nicht sofort heim, das ist ein langsam fortschreitender Prozess. Wir verspüren also seinen emotionalen Ballast und auch den Rückgang unserer Energie immer stärker. Zu Beginn spüren wir nur die Aura des Geistes. Wenn er uns heimsucht, verbindet sich unser Emotionalkörper mit seinem Emotionalkörper. Das ist das Stadium, in welchem wir nicht mehr imstande sind, unsere eigenen Emotionen von den Emotionen des Geistes zu unterscheiden.

Wenn der Geist außerhalb von uns ist, können wir seine Emotionen sehr stark spüren, wenn er uns heimsucht, fühlen wir jene Intensität der Emotionen nicht mehr, wir fühlen uns „ausgelaugt“. In dem Moment entzieht uns der Geist die meiste Energie und eben dann sind wir am meisten erschöpft.

Obwohl uns die Geister weggenommen werden, verbleibt in uns weiterhin die den Geist anziehende Kraft. Je weiter der Läuterungsprozess fortschreitet, desto mehr nimmt diese Kraft der Emotion ab, wir beginnen, den Geist mit immer geringerer Kraft anzuziehen. Unser Unterbewusstsein lernt nämlich – wenn wir die Emotion, die einen Geist anzieht, zulassen, kehrt das ganze Leiden der Heimsuchung zu uns zurück und das Unterbewusstsein beginnt, sich von dieser Emotion zu distanzieren. Deshalb brauchen viele Menschen, die sich im Läuterungsprozess befinden, nicht an ihren eigenen Beschränkungen zu arbeiten. Dieser Prozess verläuft sozusagen zum gewissen Teil selbsttätig ohne ihr Zutun.

Es kommt jedoch vor, dass wir viele negative Emotionen, bspw. Zorn, angesammelt haben und dann kommt das Unterbewusstsein von allein nicht damit zurecht. Wir müssen dann unsere Emotionen sehr aufmerksam beobachten. Wir können also leicht feststellen, dass wir die Emotion, die den Geist anzieht, verspürt haben, bevor der Geist uns wieder heimgesucht hat. So läuft das ab, wenn ein Mensch, der seine eigenen Emotionen sehr gut erkennt, sich im Läuterungsprozess befindet.

Was passiert aber, wenn wir noch kein vollkommen entwickeltes emotionales Bewusstsein haben? Das wird Gegenstand des folgenden Beitrags sein. Er ist lesenswert, sogar dann, wenn wir unsere eigenen Emotionen gut kennen, denn jeder findet dort Methoden zur Vertiefung seines eigenen emotionalen Bewusstseins.

 

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