Viele von uns sind sich nicht bewusst, dass wir neben dem physischen Körper auch Energiekörper besitzen, darunter den sogenannten Astralkörper, der aus unseren Emotionen besteht. Während des Schlafes funktionieren wir in diesem und nach dem physischen Tod wird er zu unserem hauptsächlichen "Gefährt" auf der weiteren Reise durch das geistige Leben, das in diesem Moment eigentlich erst beginnt. Das Problem ist, dass die meisten von uns nichts von seiner Existenz wissen. Deshalb bemerken wir nach dem Tod oft nicht einmal, dass sich etwas verändert hat – wir denken, wir leben noch immer physisch.
Die entscheidende Frage ist der Zustand unseres Bewusstseins im Moment des Todes. Wenn wir uns zu Lebzeiten mental und spirituell vorbereitet haben, akzeptieren wir das Verlassen der Körperlichkeit ruhig und bewusst. Dann verläuft der Übergang natürlich, und nichts bedroht uns. Wenn wir jedoch Angst vor dem Tod haben, flüchten wir in die Unbewusstheit – ähnlich wie wir zu Lebzeiten vor schwierigen Emotionen in Zerstreuung, Alkohol, Drogen, Arbeitssucht oder anderen Abhängigkeiten geflüchtet sind. Gerade in dieser kurzen Phase der Unbewusstheit nach dem Tod können schwerwiegende Konsequenzen entstehen. Unser Emotionalkörper kann auf eine Weise „reorganisiert” werden, die uns wird in einer sehr begrenzten Realität gefangen halten.
Der Astralkörper, also der emotionale Körper, besteht aus lebendiger Energie. Nach dem Tod des physischen Körpers beginnt diese Energie, ihre eigene Sterblichkeit immer mehr zu fürchten. Dieses energetische Bewusstsein, gesteuert vom Selbsterhaltungsinstinkt – der stärksten menschlichen Angst, da sie das Überleben direkt betrifft –, versucht, so lange wie möglich zu leben. Der Emotionalkörper versteht nicht, wer wir im innersten Wesen sind – er weiß nur, dass er umso länger existieren wird, je mehr Energie er zu sich zieht.
In Panik reorganisiert er seine Struktur. Die gröbsten und widerstandsfähigsten Energiepartikel ordnet er nach außen an und erschafft so eine Art harte Schutzschale, einen Kokon. Die feineren, subtileren Partikel verbirgt er im Inneren in konzentrischen Schichten. So entsteht eine geschlossene Struktur, die den freien Energiefluss blockiert.
Ein solcher Kokon kann sich nach dem Tod des physischen Körpers aus dem Emotionalkörper bilden.

Wenn eine solche Reorganisation stattfindet, sitzt der Mensch wie in einem unsichtbaren Gefängnis. Am schlimmsten ist, dass die äußere Schicht dieser Struktur aus den niedrigsten Emotionen der betreffenden Person aufgebaut ist: aus Angst, Wut, Eifersucht und Hass. Zu Lebzeiten konnte der Mensch manchmal lieben, manchmal hassen, er hatte Momente des Mutes und der Angst. Jetzt nimmt er die Welt ausschließlich durch das Prisma dessen wahr, was sich in dieser äußersten Schicht befindet – durch die „Brille” von Wut, Hass, Eifersucht, Neid und allen anderen negativen Emotionen, die alle Ableitungen der Angst sind.
In der energetischen Welt gilt das Gesetz der Anziehung von Ähnlichem. Wenn eine Person nur die niedrigsten Emotionen nach außen hin zeigt, zieht sie genau dieselben Energien aus der Umgebung an. Wenn für die jeweilige Person Hass die niedrigste Eigenschaft ist, erfährt die Person jetzt nur Hass, ohne einen Moment der Erholung. Es ist, als würde jemand, der von Kindheit an in einem dunklen Keller eingesperrt war, glauben, die ganze Welt sähe so aus.
Es war einmal eine Frau, die zu Lebzeiten eine liebevolle Mutter und Ehefrau war. Als sie jedoch schwer erkrankte, entwickelte sie die fixe Idee, dass ihr Mann nach ihrem Tod eine andere Frau kennenlernen könnte. Niemand aus der Familie sprach mit ihr über den Tod, alle versicherten ihr, dass sie wieder gesund werden würde. Sie starb unter dem Einfluss starker Schmerzmittel in einem Zustand der Unbewusstheit.
Nach ihrem Tod befanden sich ihre Eifersucht, ihr Groll und ihre Wut auf der Außenseite ihres emotionalen Körpers. Sie dachte, sie sei physisch genesen und nach Hause zurückgekehrt. Sie konnte jedoch nicht verstehen, warum die Familie sie ignorierte und alles auf ihre eigene Weise machte. Sie sah sie nur durch das Prisma ihrer schlimmsten Emotionen – sie erschienen ihr böse und undankbar. Sie begann, sie zu belästigen, und versuchte, ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Die Familie erlebte einen wahren Albtraum: Niemand schlief nachts, sie wurden physisch und psychisch gequält. Sie konnten nicht glauben, dass ihre geliebte Mutter solches Leid verursachen konnte. Und doch war sie zu Lebzeiten ein wunderbarer Mensch. Der Tod in Unbewusstheit und die Reorganisation des Emotionalkörpers führten jedoch dazu, dass ihre schlimmsten Eigenschaften die Oberhand gewannen. Glücklicherweise wirkte der Läuterungsprozess sehr schnell.
Entscheidend ist die Vorbereitung auf den Tod zu Lebzeiten. Das bedeutet nicht, sich ständig damit zu beschäftigen, sondern zu verstehen, dass der Tod ein natürlicher Teil des Lebens ist. Wichtig ist:
Wenn wir im Moment des Todes bewusst bleiben und uns nicht von Angst überwältigen lassen, bleibt unser Emotionalkörper offen und flexibel. Dann können wir alle Ebenen der Realität, die für unsere spirituelle Entwicklung zugänglich sind, frei erfahren.
Wenn unsere Emotionen und Gefühle hoch schwingen, werden wir etwas wie ein Paradies erfahren. Sind sie niedrig, wird es eine viel schwierigere Erfahrung sein. Aber wir werden immer die Möglichkeit zur Bewegung und Entwicklung haben, statt in einem einzigen, begrenzten Zustand gefangen zu sein.
Die Vorbereitung auf den Tod ist somit die Vorbereitung auf ein erfüllteres Leben – hier und jetzt sowie in der Zukunft.
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